Bewusst wurde die Volksschule Enge 1910/11 als schlossartige Anlage auf einen der beiden höchsten Punkte der Stadttopografie gesetzt. Schliesslich wollte die Stadt Bern ihren Bildungsauftrag für alle gut sichtbar erfüllen. Offensichtlich ist die architektonische Verwandtschaft mit dem Bitziusschulhaus, welches den höchsten Punkt der Gemeinde Bern markiert. Mit seiner qualitätsvollen Turnhallenerweiterung aus den Jahren 1930/31 bildet die Volksschule Enge ein bedeutendes Ensemble der Berner Schullandschaft.
Das Schulhaus Enge, das heute den Rand des Viererfelds markiert, wird mit dem Bau des neuen Quartiers eine städtebauliche Uminterpretation erfahren. Ihm gegenüber, und durch einen grossen Platz verbunden, wird ein weiterer Schulhausneubau entstehen. Damit wird der Schulkreis Länggasse-Felsenau gestärkt.
Ziel der von 2020 bis 2024 erfolgten Gesamtsanierung war es, das schützenswerte Engeschulhaus mit seiner Turnhalle (im Stil des Neuen Bauens) sorgfältig zu sanieren und an die Bedürfnisse des modernen Schulbetriebs anzupassen. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Architekten, Landschaftsarchitekten, Hochbau Stadt Bern und der Denkmalpflege der Stadt Bern ist es gelungen, den Umbau nach den modernsten Prinzipien der Nachhaltigkeit zu realisieren: möglichst viel erhalten, möglichst alles wiederverwenden, möglichst alles reparieren – «preserve, reuse, repair». Diese Grundsätze nachhaltigen Bauens wurden zur Leitlinie dieser vorbildlichen Sanierung. Die konsequente Wiederverwendung von Bauteilen zeugt von Sorgfalt und Wertschätzung dem Bau und der Umwelt gegenüber. Ebenso viel Aufmerksamkeit wurde der Wiederherstellung der bauzeitlichen Farbgebung geschenkt. Gleichzeitig wurde die Anlage den geltenden energetischen Anforderungen und allen weiteren gesetzlichen Auflagen angepasst.
Das Schulhaus Enge, das im Bauinventar der Stadt Bern als «Bildungspalast» gewürdigt wird, ist mit dem Abschluss der Sanierungs- und Umbauarbeiten wieder ein attraktiver Ort für die Wissensvermittlung geworden. Darüber hinaus ist es ein Vorzeigeprojekt mit Modellcharakter für die denkmalgerechte Sanierung historischer Schulanlagen.
Cosa e quando
Führung durch die Mitarbeitenden der Denkmalpflege, Hochbau Stadt Bern und Kast Kaeppeli Architekten GmbH
Sa, 07.09.2024 09:00 - 10:00
Sa, 07.09.2024 11:00 - 12:00
Sa, 07.09.2024 14:00 - 15:00
Sa, 07.09.2024 16:00 - 17:00
Non è richiesta alcuna prenotazione.
Luogo e arrivo
Ab Bahnhof Bern (Abfahrt Kante H, Ausgang «Bollwerk») Bus 21 «Bremgarten» bis «Äussere Enge»
Orario FFS