Nachdem die Seidenbandfabrik Vischer & Co. – eine der ältesten, grössten und bedeutendsten ihrer Art – zu Beginn der 1960er Jahre die Produktion auf dem nördlich an die Claramatte anschliessenden Areal im Kleinbasel eingestellt hatte, wurden die Fabrikbauten abgerissen, um einer grossen Wohnüberbauung nach Plänen von Burckhardt Architekten Platz zu machen. In ihrem auf einer «Ausnahmebewilligung» basierenden Gesamtbebauungsplan platzierten sie vier in Höhe und Volumen unterschiedlich ausgebildete Wohnblocks sowie zwei niedrige Laden- und Bürogebäude mit Kindertagesheim um ein 19-geschossiges Wohnhochhaus. Dank ausgedehnter Grünflächen wurde das Bild einer offenen und differenzierten Bebauung in einer parkartigen Anlage angestrebt. 1965–1967 konnten die Bauten der 1. Etappe realisiert werden, die weiteren folgten später in modifizierter Architektursprache. Im Rückblick präsentiert sich die Anlage als typisches Beispiel für einen rigorosen Bauwirtschaftsfunktionalismus der Boomjahre. Wie würde heute so eine Bebauung entwickelt, wie der Bezug zur bestehenden Stadtstruktur hergestellt werden? Wie viel Dichte ist möglich, wie viel Grünraum braucht es? Kann soziale Durchmischung geregelt werden? Solche und andere Fragen werden bei der Führung, die auch eine Besichtigung einer Wohnung im Hochhaus beinhaltet, zur Diskussion gestellt.
Cosa e quando
Führungen durch Geraldine Meyer, Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt
Sa, 12.09.2026 11:00 - 11:45
Sa, 12.09.2026 14:00 - 14:45
Sa, 12.09.2026 15:30 - 16:15
Non è richiesta alcuna prenotazione.
Luogo e arrivo
Tram 8, 17, Tram-Oldtimer bis Haltestelle «Kaserne», einige Minuten Fussweg
Orario FFS