ARBEITERKINDER UND DICHTERFÜRSTEN: EIN LITERARISCHER SPAZIERGANG
Mit dem Kleinbasel verbindet man alles Mögliche: Arbeiter und Ausländer, die Messe und das Milieu, den Vogel Gryff und das Tattoo, nur an Literatur denkt man nicht. Tatsächlich war das Kleinbasel lange ein Stadtteil, in dem Bücher Seltenheitswert hatten, waren doch die Kleinbasler von jeher mehrheitlich arme Leute, die am im doppelten Wortsinn reichen Kulturleben Grossbasels nicht teilnehmen konnten. Arbeiter und Handwerker fanden überall erst spät Zugang zum literarischen Leben, sei es als Leser, sei es als Autoren. Dies war auch im Kleinbasel nicht anders. Doch ab Ende des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Lage der Arbeiterschaft und auch die «kleinen Leute» hatten nun Zeit zu lesen. Dem Lesen folgte das Schreiben und das Kleinbasel brachte Schriftsteller hervor, die zum Teil weit über die Stadt hinaus Beachtung fanden, z.B. Jakob Schaffner und Theobald Baerwart. Überdies wurden selbst weltberühmte Dichter wie Rainer Maria Rilke oder Hermann Hesse vom speziellen Charakter dieses Stadtteils angezogen, sodass das Kleinbasel im 20. Jahrhundert endlich seinen verdienten Platz in der Literaturgeschichte bekam.
Cosa e quando
Führungen durch Albert M. Debrunner, Lehrer und Literaturvermittler
Sa, 12.09.2026 14:00 - 14:45
Sa, 12.09.2026 15:30 - 16:15
Non è richiesta alcuna prenotazione.
Luogo e arrivo
Tram 6, 8, 14, 15, 17, Tram-Oldtimer, Bus 34, 38 bis Haltestelle «Rheingasse», einige Minuten Fussweg
Orario FFS